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QV4 - Prolog

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V-Theorien (Pt. 8a)
VoRSiChT: bitte die FAQs lesen!

Dieser Prolog entstand gedanklich und auf den Tag genau exakt ein Jahr nach der Erscheinung eines Werkes - V|P V|P - Verschluss|prozess Verschwörungs|praxen -, dessen Autor jener Schreiberling gar nicht ist, war oder jemals sein wird. Um in eine erste und ernste Verschwörung in diese absurde Theorie einzusteigen, bedürfte es zahlloser verworrener Verschwurbelungen, für die jedoch niemand seine Zeit verschwenden sollte: V|V V|V - Verschwenderisch|Verworrene Verschwörungs|Verschwurbelungen, kurz (vielleicht) Quadruple(d) V, oder (aber) mein Arbeitstitel QV4. In jedem Fall stellt es ein "relativ peripher tangierendes" Etwas dar, was nicht kümmern sollte. 
Und dennoch: unter diesem Titel startet ein Jemand, der noch mit einem Namen - Glas Tradamus - hadert, der so steht und irgendwie entstand, diesem Jemand aber nicht sonderlich steht, weil eher unpassend statt treffend. Und trotzdem (ohne Trotz): Glas Tradamus soll es richten! Käme man auf die sprachverbundene Idee mit Personen à la Nostradmus eine Gleichheit verbinden zu wollen, dann bitte niemals nicht die, dass sie von düsteren Zukunftsvisionen geradezu besessen waren. Zukunft und Vision in Bezug auf diesen Jemand, "pseudonymlich" als Glas Tradamus benannt, stehen indes in keiner Präferenz. Es, mein insgeheim androgyn anti-dominantes und empathisches Heteronym, ist kein Homonym zu Nostradamus und soll zwischen den weiteren Zeilen der Abhandlung Erklärung finden, erhält doch diese Persönlichkeit dadurch biografische Größe. Das literarische Gros dahinter stammt vom tatsächlichen Autor des eingangs beiläufig erwähnten Buches, mit einem anschaulichen Titelbild auf der Titelseite (Cover - siehe links), das dem heterosexuellen Betrachter/der homosexuellen Betrachterin eine erotische Facette durch einen freigelegten und unbekleideten Rücken eines unbekannten Aktmodells darbietet; in meiner bildlichen Erinnerung glänzte sogar ein wenig Busen hervor, der möglicherweise der transgendernen Darstellung weichen musste, um das Phantasiespiel zu wahren. Ein wahrlich freigeistiges und künstlerisches Meisterwerk meines verstorbenen Mentors, das jahrelang eine meterhohe Geheimtüre in meiner ehemaligen Galeriewohnung schmückte (und versteckte)! Insbesondere diese Objektfigur, dessen biologisch-sexuelles Geschlecht nicht eindeutig heraussticht, sticht (dennoch) einem direkt in den Geist. Ist die auf einen Stein sitzende ein Er, oder ist Er eine Sie - oder handelt es sich gar dabei um einen Menschen mit androgynen Merkmalen? Ist es überhaupt ein Mensch?
Quer oder der Länge nach - hier hätten wir unser erstens vervierfachtes "V" - QV4 -, welches ich nicht nur in der Lage bin zu erklären, sondern es mit vier ganzen Worten und einem Exklamationszeichen dahinter tue (- nach dem folgenden Kolon): Es ist Glas Tradamus!
Und es ist gleichsam die erste Lüge, wenn man das Verkleiden von Wahrheit nicht als eine gesunde Phantasie anerkennt, sondern es ausmacht zu dem, was es ist. Zur Erinnerung - die 4 Vragen waren nämlich und bestimmt: 1. Er? 2. Sie? 3. Es? 4. Mensch? Und bislang weiß niemand, ob jenes Etwas namens Glas Tradamus auch ein Mensch ist. Es ist ein Es, und unabhängig von Details zu diesem "Es" bleibt doch die letzte Frage unbeantwortet.

Bis dato war all das und noch mehr, was noch folgt, mein alleiniges oder unser zweisames Geheimnis. Dennoch: Viele mir vertraute Menschen stellten, obgleich dieser herausstechenden Figur im Vordergrund, andere Fragen zu dem Bild. War ich seinerzeit (noch) ausweichend zur Persona Gras Tradamus, lieferte ich dagegen teils detaillierte Antworten zu den anderen Aspekten, die zur Debatte standen. Da war zum Beispiel dieses turmähnliche Objekt, das links am Rande und etwas im Hintergrund in Erscheinung tritt. Der erste Eindruck täuscht hierbei. Es ist kein Turm und auch kein schlichter Monolith, sondern ein Steinobelisk aus dem Jahr 1903 - der sogenannte Wittelsbacher Stein. Andeutungsweise kann man auch das Plateau - gebaut auf einen Fundament aus Medlitzer Sandstein - erkennen, auf dem er thront. Es ist auch kein in sich geschlossener Stein. Die zusammengetragenen und miteinander verbauten Steine und Felsblöcke sind größtenteils aus den Gebieten der einzelnen Amtsstädten des ehemaligen Hochstifts Bamberg; weitere 36 umliegende Ortschaften Oberfrankens beteiligten sich stiftend. Auf ihnen wurden die Namen der Verwaltungsortschaften jener Ämter eingemeißelt. Der zehn Meter hohe Obelisk hat noch heute einen durchdringend symbolischen Charakter. Das gesamte Objekt war darüberhinaus eine Schenkung des Königreiches Bayern angesichts der Aufnahme der Domstadt in den Freistaat und deren 100-jährige Zugehörigkeit (seit 1803). Unbeachtet dem historischem Vermächtnis ist für einen wohl wahrhaft freien Franken dieser Obelisk eine Schande und ein Spott, eine Schmach der verlorenen Eigenständigkeit. In diesem Zusammenhang konnte man vor circa 6 Jahren kurzweilig ein Schild mit dem Titel "Der Obelisk des Übels", eigenbrötlerisch davor aufgestellt, begutachten, welches folgenden Wortlaut beinhaltete (siehe auch Abbildung oben):

"Hier steht der Schandpfahl zu Babenberg
höhnt uns schon hundert Jahr',
er zeugt von Thoren Kniefall einst
von schlimmer Schmach sogar.
Denn Franken verschachert durch Lug und List
an Bayern durch gallische Gunst,
hat schnell die Freiheit verlorn als ein Dorf
sein Antlitz in Feuersbrunst.
Oh Fremder, verweile darum nicht treu
an diesem tristen Ort,
dies maledeite Monument meid'
und heb dich hurtig hinfort!" [W1]

Ich erspare mir eine persönliche Kommentarnote sowie auch ergänzend dazu die Widmungsschrift auf erzerner Tafel. Möglicherweise sprechen zwei Hundegesichter mehr Bilder(-bände), als es Worte je zu vermögen können.

Aufnahmedatum: 12.02.2011, 9:43 Uhr
(links: Adelhaid / rechts: Selma)

Der Standort des Obelisken sei noch ausdrücklich zu erwähnen. Er steht am höchsten Ort der fränkischen Roms, dem Wahrzeichen der 7-Hügel- und ehemaligen Residenzstadt Bamberg, am Fuße der Altenburg in östlicher Richtung. Glas Tradamus sitzt auf einen Stein, der vermeintlich gesenkte Blick ist somit gen Süden gerichtet, erhaschend zum Stadtteil "Babenberger Ring". Eine Interpretation dieses gewählten Szenarios sei keinesfalls dahingestellt, war dieses bergige Wohngebiet doch die letzte "Domizilbastion" des Künstlers, ehe er im Zentrum der gefühlt fernen Mittelstadt eines "natürlichen" Todes starb. Das Bild ist sein Vermächtnis und seit seinem Ableben mit vielen anderen Werken in meiner Obhut. Er liebte die Zurückgezogenheit, die er dort fand, die Natur, die er ausgiebig und weitläufig erkundet und die Burg, die er so oft besuchte.  
Was weiterhin und zunehmend auffällt, ist die am oberen Ende eingefügte Hand in einer aufnehmenden Geste. Sie ist zu erwähnen, kommt sie doch nahezu aus dem Nichts am obersten Himmelspunkt des Horizonts in Erscheinung. Nicht wenige deuteten diese Darstellung seinerzeit als die "Hand Gottes". Ich dagegen sah und sehe gesamtheitlich nur eine Hand, die fehlt, sieht man doch nur die rechte stützende Hand von Glas Tradamus, die linke ist augenscheinlich versteckt von seinem Leib. Die "Hand am Rand" - kann sie nicht vielleicht die Seine sein? Anhand der Stellung des Daumens ist es definitiv eine linke Hand, was stimmig zu jener Vermutung wäre. In einer Welt der Rechtshänder und Linksdenker, wie kann es sein, frage ich, das eine linke Hand einen Aspekt aufbietet, der einem den Eindruck des Aufgenommenseins vermittelt? Selbst eine Versöhnungsgeste scheint mir unangemessen. Das gesellschaftliche Kredo der Begrüßung sagt ganz klar: Rechte Hand zur rechten Hand. Wenn das also die Hand Gottes sein soll, dann lässt das nur einen Schluss zu: Der Schöpfer allen Lebens verhält sich entgegen der menschlichen Kreationen von Anstand und Sitte und ist möglicherweise ein Pfadfinder (kein Zusammenhang, nur ungünstig formuliert!). Was für den letzten Einwurf spricht ist der abgespreizte kleine Finger, ein klares Indiz für eine Tugend des althergebrachten Brauches der Baden-Powell-Bewegung. Dabei wird eben jener kleine Finger der linken Hand mit dem des Gegenübers verschränkt, so wie es auch einst das Erkennungszeichen im Widerstand gegen die Nationalsozialisten war. Die linke Hand, die Hand, die näher am Herzen liegt - ein Symbol für die aufsteigende Energie. Sie ist im Bild verborgen und doch nicht!? "Gut Pfad!" Wäre sie also von Gott, so wäre Glas Tradamus Gott. Sagt man nicht auch, dass die rechte Hand gibt und die linke nimmt? 
Bleiben wir noch kurz im Bilde und gehen gleichsam von ihm - dem Bild - weg, so einladend ein längerer Blick darauf auch immer einen anruft, ob selten oder oft, wegen der Hand, dem Obelisken, der Umgebung oder meines Heteronyms in Persona. In dieser Darstellung ist nichts anderes zu erkennen, als das, wovon wir umgeben sind: von Verborgenheiten, die wir zwar wahrnehmen, ungefragt aber hinnehmen, als gegeben akzeptieren, einfach deswegen, weil es uns so seit Kindesbeinen dogmatisch eingeflüstert wurde - und davor unseren Eltern und deren Vorfahren. Selten hinterfragen wir daher die unbewusste Skepsis, die intuitiv vor, hinter, neben oder in uns schlummert. Durch die Gestalt des Glas Tradamus werde ich die gewillte Leserin/den gewillten Leser in jene Welten einführen, die schon so lange auf unsere Wiederentdeckung warteten. 
Wer will ihm/ihr/es auf die Schulter klopfen und mit welcher Hand? Wer hat den Drang, diesen Rücken zu streicheln, ja, ihn zu liebkosen? Wer streckt der Hand seine eigene entgegen?


Alexander Glas
Gezeichnet am 06. Januar 2018 A.O.R.

Bei alldem merke: Es sind nicht die kleinen Dinge im Großen, die groß werden, wenn man ihnen Bedeutung schenkt; es sind auch nicht die großen Dinge, bei denen Nuancen in Form von Details ausgemacht werden müssen. Es ist das Erkennen der Wirklichkeiten aus einer anderen Perspektive, die nicht aufgebaut auf abstrakte Denkerkenntnisse sein darf. Fühlt die Dinge, die ihr seht, nur für einen Versuch. Und vielleicht gehen sie dann an einem vorüber, wie Verschwenderisch|Verworrene Verschwörungs|Verschwurbelungen. 

____
[W1] http://www.bamberger-onlinezeitung.de/2012/05/23/der-obelisk-des-ubels/


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