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Störgeräusche 2.0

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Selbstanalyse (Pt. 3b)


"Vorausgehender Möglicherweise-Artikel" (aus 2012!):
 Störgeräusche

Eigentlich, welch schönes deutsches Wort - eigentlich. Ja, eigentlich wollte ich den heutigen Tag nutzen, um eine Verschwörungstheorie zur Hippie-Kultur herauszuarbeiten, eine mögliche Fortsetzung jener Verstörung mit dem ominösen Titel "U+16C9 vs. U+262E". Irgendwann dazwischen war die Suche nach Zittergras angedacht. Tatsächlich tat ich beides nicht, weil ich zu spät aufstand, das Wenige vom Morgen nichts dafür hergab und der Nachmittag getragen war von Regengüssen und einem Gewitter. Poaceae fand ich zwar, es war mir aber zu nass.

Es erscheint furchtbar unwichtig, dennoch erwähne ich es, erklärt es doch die Entstehungsgesinnung jenes Beitrag etwas besser: Heute ist wieder so ein Brückentag, an dem gottverbotener Weise der Herren- oder Vatertag in Deutschland zellebriet wird. Glücklicherweise hat es schön geregnet, und eigentlich - da ist es wieder, dieses (schöne deutsche) Wort - sollte es das an diesem Tag immer tun, würde man ihn, den Vatertag, anstelle "kühner" Politikerideen von hängenden ("hängen...") Kreuzen in bay. Behörden mal anständig auf den Josefstag setzen. Ja, das wäre eine Idee mit Sinn. Sollen sich die lustwandelnden erwachsenen Herrschaften im März besaufen, gutes Wetter vorausgesetzt. Den Tag für Männer zusammengelegt mit Ascensio Domini, dem Aufstieg des Herrn, passt wohl nur dann, wenn ein menschlicher Sohn zu seinem menschlichen Vater an jenem Tag und nach langer Abstinenz zurückkehrt, um mit ihm ein kleines Fass Bier zu leeren. Schnapsideen beherrsche ich ebenso, obwohl mein Leben nichts Politisches im Privaten hergibt oder vice versa. Ich bin dafür zu weltfremd - für alles Erwähnte bis hierher, selbst für Zittergras als Grab- oder Tischgesteck ... oder im Detail, steht dieser Blogpost ja unter dem Sternenwolkenlabel "Selbstanalyse": Ein Hippie zu sein schwebte mir nie vor, kirchlichen Feiertagen bin ich entwachsen und politikverdrossen war ich schon immer. Nichts davon male ich aus, gemeint in dem Sinne, dass ich es nicht ausarbeite, um die Sinnlosigkeit hinter all den Dingen zu offenbaren. Nicht heute, denn heute ist der Tag der Störgeräusche 2.0!

Nicht nach Schutz suchend saß ich hinter der neumodernen Steinwänden der Sesshaften, sondern auch weil ich zu ihnen gehöre - den Epochalen der Neolithikums. Nicht nach Schutz vor Nässe, nicht nach Schutz vor angsteinflößenden Geräuschen, sondern weil es sich ergab. Ich verbringe die meiste Zeit meines Lebens in Häusern, darum komme ich nicht hinweg und: Ich bin nicht stolz darauf. So ist es einfach, und so war es heute eben wieder. "Keine Sorge" als Randbemerkung an dieser Stelle: Ich werde mir ab jetzt möglichst viel Mühe geben, den nachfolgenden Text nicht in eine Prosaerzählung auszuufern. Ich halte mich kurz.
Den Umständen eines Gewitters war es nicht geschuldet, sondern es ergab sich schlicht und einfach, dass ich meine Tagespläne, wie eigentlich (...) immer, neu steckte, denn tatsächlich habe ich selten Pläne. Wie auch immer, ich schaltete den Rechner aus und las ein wenig. Das Gewitter war hartnäckig und hielt sich, so dass ich mich nach der Lese- zu einer Traumstunde entschied. Das war im Übrigen auch der beste Plan, den ich an diesen Tag hatte und auch oder auch nicht, trotz einer gegebenen und freiheitlich entschlossenen Planlosigkeit, umsetzte. Nennen wir es eine vernünftige Entscheidung. So ein wenig Ruhe in der Traumwelt ist immer gut. Ich war sowieso erschöpft vom Nichtstun. Nichtstun kann tatsächlich erschöpfen. Wenn ich an dieser Stelle aushole, muss ich um 6:45 Uhr am Morgen beginnen, wo ich aufwachte und einen folgeschweren Entschluss fasste: Weiterschlafen. 10 Minuten war der "Plan", 2 Stunden wurden aus dem Nachschlaf. Zwei schmerzende Stunden, weil ich mich irgendwie falsch hinlegte. Seither habe ich Verspannungen im Nacken und vor allem den Schultern. Jedes getippte Wort ist eine Qual, aber sei's drum. Irgendwie erinnere ich mich dabei an den Tag vor rund einem Jahr, als ich mit ähnlichen Schmerzen zu Bett ging. Ich schaufelte damals ein Grab. Der Muskelkater hielt zwei Tage an, doch dieses Mal habe ich keinen Muskelkater. Ich habe mich einfach verlegt und morgen ist wieder alles gut. Vielleicht sind es auch nur "Nachgedanken" an jenen Tag im Jahre 2017. Wer, außer mir, sollte das wissen + wem außer mich selbst interessiert das?

Der Tag der Störgeräusche 2.0 und seine Entstehung fand Einzug im Nachmittagsschlaf und verstörte mich. Normal finde ich Ruhe und Erholung in der Traumwelt, doch nicht heute. Das grenzenlose Geschrei der Wachwelt und deren zügelloses Verhalten war in der Realität um mich herum nicht vorhanden, aber schlug bei mir im Traum auf. Man kann es umschreiben mit einem Telepathen, der die Stimmen der ihm umgebenden Menschen direkt in sein Gehirn aufsaugt und nichts dagegen tun kann, solange Gedanken existieren. Eine gewisse Empathie spreche ich mir zwar nicht ab, doch telepathische Fähigkeit über Geschehnisse aus der Ferne schon. Um einen weiteren Vergleich zu wagen, verhielt es sich in Etwa so, als würde ein Gehörloser plötzlich hören können. Verstörend! Was reizvoll beginnt, wird schnell zur Reizüberflutung. Dennoch war ich neugierig und beharrlich. Ich wollte die vielen Stimmen zu Bildern zusammensetzen, die Quelle ausfindig machen. Um es kurz zu halten: Ich scheiterte in dem Sinne, dass ich keine Szene länger als ein paar Sekunden vor meinen "inneren Augen" halten konnte. Sicherlich war dies auch der maßgebliche Grund meiner Persistenz. Zwischen einzelnen Wachphasen versuchte ich es immer und immer wieder. Ein einziger Erfolg, den ich dabei fand: ein schweißgebadeter Körper.
Mit den eigenen Gedanken, vielleicht doch ein Hippie zu werden, der zugedröhnt in einer Diskothek schlafen kann, weil ihm alle Sinne vernebelt sind, entschied ich mich letzten Endes der Gesinnung nachzukommen; paradoxer Weise fand ich mein Heil in der lauten Wachwelt, die bei dem schlechten Wetter richtig ruhig wirkte. Ich traf bei meinem Sparziergang niemanden und selbst die "Störgeräusche 1.0" aus der nahen Ferne brachten mich kaum zur Unruhe.
Vielleicht rückt ja der Tag für mich näher, an dem ich jener misanthropischen Universallösung aus dem "Teil 1" nachkommen sollte. Andere Schlussworte finde ich nicht, sie lauteten vor sechs Jahren: "Auswandern, dorthin, wo es keine oder kaum Störgeräusche von Menschen gibt." Allerdings bin ich nicht heimatverdrossen - und nicht stolz auf meine ersten Einträge -, gibt es doch und noch so viele schönere christliche Feiertage, die es zu begehen gäbe. Ich nenne das mal eine politisch korrekte und verstörende Verschwörung. `|´


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