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Die Beraterin - Arbitrium est liberum²

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V-Theorie (Pt. 10e²)
VoRsIcHtbitte die FAQs lesen!
(zum Teil 1a + 1b / 2 / 3 / 4 / 5a)
"Ziel muss es sein, den Anstieg der Weltbevölkerung zu drosseln, [...]" [Z1]

Zum Anhören bitte hier klicken:  (Falls Abspiel nicht möglich: Klick zum Direktlink)

Lange Einleitung (sollte die gesamte Weltbevölkerung lesen)
Es begab sich zu einer Zeit, da war ich noch nicht geboren. Mehr noch: Ich war noch nicht mal erschaffen. Um es konkreter auszudrücken: Ich war noch gar nicht gezeugt. Es war das Jahr 1978. Das ist nicht ganz die Gematria-Zahl von יהוה (YHWH) - 26 (10+5+6+5 [oder: 2 x 13]) -, denn 1+9+7+8=25. 1979 dagegen war nach der einfachen Summation ein besseres Jahr, denn 1+9+7+9=26. Zufällig ist dies auch mein Jahr der Entstehung. Im Übrigen - die Ausschweifung tut mir jetzt schon weh - bin ich mir im Klaren, dass man mit den Buchstabenwerten auch insoweit spielen kann, dass man auf die Zahl 72 kommt. Das wäre die jüdische Methode, die den ersten Summanden 4-fach wertet, den dritten 3-fach, den zweiten 2-fach und den letzten 1-fach (10+10+10+10+5+5+5+6+6+5=72). Wenn man die einzelnen Zahlenwerte im Quadrat rechnet - (10=100)+(5=25)+(6=12)+(5=25) - kommt man sogar auf 186. Dennoch: Ehad (13) und Ahava (13), das heißt Einheit und Liebe, sind Gott (26); daher mein Rat als Randnotiz (- der Ausschweifung -): Nicht verwirren lassen und bei der soliden, einfachen Denke bleiben.

1978 gab es jedenfalls noch keine grünen Politiker, trotzdem gab es eine Sendung, die von jemand bestimmten moderiert wurde, der - bei anderer Entscheidung - eventuell ein kleiner großer Joschka (F.) geworden wäre. Wurde er aber nicht, zum Glück (oder Pech), denn er war eben seinerzeit unserer Zeit voraus (sic!). Bevor ich seinen Namen oder die Sendereihe verlaute, erlaube ich mir zwei kleine Zitate daraus, damit jeder sich darauf einstellen kann, wohin dieser Dampfer (heute) fährt, um es mal flapsig-geflügelt auszudrücken:
"Die einzige Rettung, die einzige Rettung, die uns bleibt, vor der sonst mit Sicherheit bevorstehenden Katastrophe, ist eine Verringerung der Zahl der Menschen insgesamt." [Z2]
"Und gleichzeitig wären alle Probleme  [...] innerhalb weniger Generationen verschwunden. [...] Das ist der Ausweg." [Z3]
Zu Prof. Dr. Hoimar Gerhard Friedrich Ernst von Ditfurth, mir nicht nur aus der ZDF-Sendereihe "Querschnitt(e)" - und speziell dieser Doppelfolge "Der Ast auf dem wir sitzen: Kippt das Klima-Gleichgewicht?" - bekannt, müsste ich noch viel mehr anmerken, unterlasse es aber an dieser Stelle, weil dafür selbst eine Lange Einleitung zu wenig Spielraum bieten dürfte. Und da ich mir keine "Großzitate" ohne Einwilligung/Genehmigung (Gutheißung?) zutraue, verweise ich schlichtweg auf mein Verzeichnis der Zitate [am Ende], in der großen Hoffnung damit weitere Impulse (ohne mein Zutun) zu schaffen. Es schmerzt mich ohnehin jenen großen Kopf ("Es gibt Verstand ohne Gehirn [...]"[Q1]) in dieser Abhandlung erwähnt (und zitiert) zu haben. Ich habe mir das lange Zeit überlegt, und mich (bedauerlicherweise) letztendlich dazu entschieden. Es ging leider nicht anders.
Ohne weitere Worte gebe ich (daher) die Fiktion - wie immer - frei.


Kurzer Prolog (liest sich beinahe gleich an wie im Teil 1aTeil 1bTeil 2Teil 3Teil 4 und Teil 5a)
Braucht es ein Gegenteil zum Wort Fiktion - die Realität! -, dann soll es (die) Faktion sein. Ist (die) Realität gemeinhin als das zu verstehen, was erdacht wurde, braucht es einer Erklärung. Meine wäre: Ich habe es gesagt, und es ist so, schon allein deswegen, weil ich stets mit Gefühl denke. Ja, ich - eine radikale Beraterin für Staatsfrauen (gelegentlich auch für Staatsmänner), die nicht wenige, sondern überhaupt keine Widersprüche duldet, besonders bei Belangen mit missionierendem Charakter. Vorschläge mache ich nur deswegen, weil ich Umsetzungen voraussetze. Besuche mache ich nicht, denn ich empfange ausgesuchte Gäste (vorzugsweise: "Gästinnen"). Und das ist (tatsächlich) alles Fakt, keine Fiktion.
Wie mein männliches Pendant, "Der Berater", sehe auch ich - "Die Beraterin", abgekürzt  DB -, meine Gesprächspartner als Verwalter an. Verwalter, die (sächlich) - abgekürzt: DV.
Der sogleich folgende, solonische Dialog ist hoffnungstragend geschwängert und überzogen mit Assoziationen niedergründigster Art. Ich bitte keinesfalls um Verzeihung, und bedanke mich dafür.

DB: Mission: AEI²! Ich hole dir dein "Nylondingens".
DV: Was!?
DB: Arbitrium est liberum² - bin gleich wieder da.
DV: Ich werde dieses seltsame Empfinden nicht los.
DB: Welches?  
DV: Es ist nicht so, dass ich mich schlecht fühle, aber seitdem du mir gezeigt hast, was du mir gezeigt hast, liegt so eine surreale Mutmaßung wie ein Schleier vor meinen Augen. Ich ahne, ich glaube ich, oder vielmehr, wir - die erschreckend große Population an Menschen - sind wohl nichts anderes als irgendwie ein wahnsinniger Irrtum.
DB: Verfalle nicht dem Zynismus. Lust auf was Neues? Lust auf bodystocking?
DV: Was soll das sein?
DB: Das!
(DB steht in einem eng anliegenden einteiligen Kleidungsstück sprichwörtlich zwischen Tür und Angel, also inmitten der Öffnung, die das Bett auf die Terrasse fahren ließ. DV liegt währenddessen im unweit entfernten Bett, blickt auf und starrt mit offenen Mund DB an.)
DB: Und!? Was sagst du?
DV: Zwick mich, ich träume.
DB: Lust auf deine Klamotte?
DV: So etwas gibt es doch nicht in meiner Größe.
DB: Stimmt, aber auch nicht in meiner.
DV: Aber du trägst doch so ein ... wie nanntest du es nochmal?
DB: Bodystocking. Ich sag nur: Die Schneiderin!
DV: Egal, was auch immer. Komm her, ich will den Stoff fühlen. Ist das wirklich Nylon?
DB: Solange ich dich beim Wort nehmen kann, und du nur den Stoff fühlen willst, komme ich gerne.
DV: Zier dich nicht so. Wer von uns beiden ist denn nun nackig?
DB: Nun, ich würde, dass jetzt nicht als "Bekleidung" ansehen.
DV: Jetzt komm schon her!
DB: Erregt es dich so sehr?
DV: Es ist atemberaubend!
DB: Also gut, dann mach deine Beine zusammen. Gleiches tue mit deinen Armen - streck sie seitlich aus.
(DV, die bislang immer noch breitbeinig auf dem tiefen Schlafbett lag, kommt der "Bitte" von DB ungefragt nach. Daraufhin winkelt DB eines ihrer Beine an, springt mit dem anderen gute zwei Meter nach oben und liegt plötzlich horizontal in der Luft. Beim langsamen "Heruntergleiten" streckt sie ihre Gliedmaßen von sich und landet sanft auf DV.)
DB: Und nun umarme mich.
DV: Ich träume.
DB: Umarme mich! Oder willst du den Stoff doch nicht erfühlen?
(DV, obgleich noch leicht irritiert, "befolgt" auch diese "Bitte" DBs. Sie umarmt DB vorsichtig und greift dabei aus Versehen an ihr Gesäß.)
DV: Ich fühle nackte Haut.
DB: Am Hintern ist auch kein Stoff, meine Liebe.
DV: So wie auch zwischen deinen Beinen, ich habe das sofort gespürt. Milutin, dieser Schlawiner...
DB: Willst du nun endlich das edle Zeugs ertasten!
(DV kommt der Aufforderung nach und fährt mit ihren Händen über DBs Rückenpartie.) 
DB: Und? Was sagt dein Empfinden?
DV: Das ist tatsächlich kein Nylon. Aber es ist unglaublich geschmeidig. Was ist das?
DB: Wie würdet ihr sagen: Es ist vegan, Bio und nachhaltig; mit anderen Worten: schadstofffrei.
DV: Wie ist das möglich? Ich meine, es fühlt sich irgendwie extrem reißfest an. Ist das vielleicht ein Gemisch aus recycelten Polyester und Elasthan? Swedish Stockings stellt so Strümpfe her, und die...
DB: Nein, der Garn kommt von einer Insel und wird in wärmeren Gefilden produziert. Wenn du allerdings mehr dazu wissen willst, frage bitte die Schneiderin.
DV: Die Fühlprobe genügt mir allemal. Hat sie so ein Teil auch für mich gemacht? Also ich meine, in meiner Größe. Du musst wissen, ich kaufe meist 2-3 Nummern größer, denn es gibt nichts Schlimmeres als eine zu eng sitzende Strumpfhose, die auch noch Druckstellen am Oberbauch hinterlässt.
DB: Meine Liebe, ich trage sie, es - also deines.
DV: Nein, das kann nicht sein. Da passe ich nicht rein. Niemals.
DB: Ich trage sie auch nicht am Körper. Schau mich doch mal an.
(DB gleitet "wie von Zauberhand" am Körper von DV hinab, bis schließlich ihr Kopf zwischen DVs Schenkeln liegt - oder vielmehr in ihrem Schoß. Die Arme von DV umschmiegen nun DBs Kopf beziehungsweise liegen auf diesem.) 
DB: Kraule meine Haare.
DV:
 So sehr ich dein Naturhaar liebe, die Farbe, die Form, die Dichte, die Struktur, die...
DB: Kraule, und du wirst fündig.
(DV tut so.)
DV: Huch, was ist denn das? Dein Kopfband, es fühlt sich ja so an wie...
DB: Nehme es mir ab.
(DV tut so.)
DV: Herrje. Bin ich ein Dummerchen. Aber du, du bist ein Schatz.
DB: Du hast den Schatz in der Hand. Ergötze dich daran und mich.
DV: Nichts lieber als das. Hilfst du mir beim ankleiden?
DB: Ich habe einer Frau noch niemals eine Strumpfhose angezogen.
DV: Du "bodystockst" mich ja auch, das ist ja was komplett anderes.
DB: Na dann wird es wohl Zeit zur Tat zu schreiten.

--- Schnitt ---

DV: WUHU! Ich will nie mehr was anderes tragen.
DB: Du darfst es behalten, es ist ein Geschenk. Und ohnehin habe ich keine Verwendung dafür.
DV: Ich brauche einen Spiegel. Ich will mich sehen.
DB: Dann müssen wir in den Garten, zum Teich.
DV: Wie, du hast hier keinen Spiegel?
DB: Wozu? Das Wasser im Teich ist so klar, dass es deine Silhouette perfekt reflektiert.
DV: Auch bei diesem, ja, eher dämmrigen Licht? Warum auch immer das so ist. Du hast mir den Umstand, die Gründe dazu, bislang noch verschwiegen.
DB: Alles zu seiner Zeit. Und nun lasse uns zum Wasser gehen.
DV: So?? Hattest du nicht gesagt, ich könnte ohne Catsuit nicht in den Garten?
DB: Schmiege dich einfach auf den Weg dorthin an mich, und es wird auch ohne möglich sein.
DV: Wahrscheinlich sollte ich jetzt nicht nach dem "Wieso" fragen, und weißt du was: Ich tue es auch nicht. Die Vorstellung, dass wir gemeinsam eng ineinander verschlungen in einem paradiesischen Garten wandeln, genügt mir, um rein gar nichts mehr zu hinterfragen.
DB: So gefällst du mir.
(DV geht ein wenig in die Hocke, umschließt mit ihren Händen DBs Hintern und hebt sie unvermittelt in die Höhe. DB, sichtlich unbeeindruckt, umarmt DV und findet sogleich Gefallen an dieser ruhenden Position.) 
DV: Und das gefällt dir wohl. Wozu ein wenig mehr Leibesfülle alles fähig ist, nicht wahr?
DB: Oh ja. So langsam beginne ich die positiven Aspekte von euch Schwerkraftlern zu schätzen. Aber, ich frage mich - oder eher dich -, reicht denn deine Kraft auch aus, um mich bis zum Teich zu tragen?
DV: Wenn ich ein Schwerkraftler bin, wie du es jetzt schon mehrmals erwähntest, dann bist du wohl ein Leichtgewicht unter den "Leichtkraftlern". Ich denke, ich kann dich bis ans Ende der Welt tragen. Und es käme mir wohl so vor, als ob ich eine Postbotin wäre, die einen Brief zustellt.
DB: Ein Brief, der auf deinen Bauch sitzt, und sich an dir festhält.
DV: Schweige, und küss mich!
(DB tut so.)
DB: Du willst es wirklich. Der bloße Wille, ist aber noch nicht der Weg.
DV: Küss mich bitte nochmal!
(DB tut so und DV geht ein paar Schritte nach vorne und danach wieder nach hinten.)
DV: Jetzt weiß ich, dass ich nicht träume, und - vor allem - dass wir auch küssend dort ankommen werden.
DB: Ich vertraue dir, aber ich schlage dennoch vor, dass du mich in deiner beiden Hände halten solltest, denn - du musst wissen - in mir, im Kuvert, da ist ein enorm wertvolles Schreiben.
DV: Überzeugt. Wir brauchen also eine besondere Stellung. Welche schlägst du vor?
DB: Auch wenn es sich langweilig anhört, und das Jetzt mir deutlich besser gefällt, so würde ich dennoch den Klassiker präferieren.
DV: Und der ist?
DB: Huckepack.
DV: Das klingt in der Tat sehr öde. Wie wäre es, wenn ich dich auf Händen trage. Ein Arm von mir stützt deinen entzückenden Rücken, und mein anderer schmiegt sich unter deine Kniekehlen. Wenn du mich fragst, so wäre das mein Bild eines Klassikers.
DB: Es entspricht auch meinem, dennoch, du trägst mich nicht über die sprichwörtliche Schwelle, sondern schon ein gutes Stück. Du sollst auch sehen, wohin du trittst, und mir fällt es leichter dir den Weg zu weisen; daher bleibe ich dabei: Huckepack ist die praktikabelste Lösung.
DV: Okay, einverstanden. Gleite an mir herab und ich begebe mich in Stellung.
DB: Das wird nicht nötig sein, ich bin beweglich. Lass mich einfach los, und ich zeige es dir.
(DV nimmt ihre Hände von DBs Pobacken, DB stützt sich derweil mit ihren Händen an DVs Schultern ab, stößt sich leicht nach oben und ehe DV sich versieht, ohne dass sie wüsste, wie ihr - oder vielmehr -, was hier geschieht, schwebt DB förmlich in einem Handstand über ihr. Der Kopf nach unten, die Füße nach oben. DB dreht sich einmal um die Achse und gleitet am Rücken von DV entlang. Intuitiv bietet ihr DV eine Öffnung zwischen Ihren Hüften und Armen an, damit DB ihrerseits die Beine dort positionieren kann. DV greift an den Schenkelinnenseiten von DB, währenddessen diese ihre Arme um DVs Halspartie schlingt. Eine Hand von DB umschließt den Hals von DV, die freie Hand umfasst vorsichtig einen der Ost-West-Busen von DV.) 
DV: Wie, ähm was...
DB: Küsse mich, und frage nicht.
(DV tut so.)
DB: So dann, lass uns losziehen.           
DV: Du meinst, ich. Und ich gehe nur unter einer Bedingung.
DB: Und die wäre?
DV: Auf den Weg zum Teich wirst du mir wieder irgendetwas erzählen. Ich brauche dieses Kopfkino.
DB: Das bekomme ich hin, und das sollst du bekommen.

--- Schnitt ---

DV: Wie zwei Kinder im Märchenland.
DB: Wie eine Reiterin auf ihrem Ross?
DV: Nein, das meinte ich nicht. Für ein Kind ist die Welt viel größer. Und wenn sie größer wirkt, kommt sie einen gleichwohl viel leerer vor, als sie es tatsächlich ist. Und vielleicht trifft das auch auf deinen Garten zu. Mir zumindest kommt es gerade so vor. 
DB: Dieser Garten ist so klein oder groß wie ich es möchte, und sicherlich alles, aber nicht leer.
(DV bleibt stehen, dreht auf der Stelle um und läuft wieder in Richtung Terrasse.)
DB: Das ist der falsche Weg.
DV: Ich weiß, ich laufe wieder zurück.
DB: Keine Bange, meine Liebe. Hier sind keine Menschen. Mit "nicht leer" meinte ich: Alles was du siehst, die Bäume, die Sträucher, das Gras...
DV: Inklusive diesem Blogger. Der ist mir just wieder in den Sinn gekommen, als du die Fülle erwähntest. 
DB: Ach, der Blogger. Nein, der erscheint nicht. Auf seinen Breitengraden im Ereignishorizont ist jetzt gerade 16 Uhr. Er kommt, wenn überhaupt, erst weit nach Mitternacht. Und er kann auch nie lange bleiben, wegen der Zeitdilatation.
DV: Passt er sich der Zeit nicht an, so wie ich? 
DB: Ja und nein. Weißt du, er ist nicht wirklich körperlich anwesend. Wenn er sich anpassen würde, wäre er greifbar hier. Dass er das kann, weiß er wahrscheinlich, zumindest latent unterbewusst. Er tut es aber nicht, vermutlich genau deswegen. Und jetzt dreh wieder um. Du hast nichts zu befürchten.
(DV tut so, bleibt erneut stehen, und wendet sich abermals in Richtung Ausgangspunkt.)
DV: Du musst mir das erklären, sonst laufe ich nicht weiter.
DB: Also gut: Er kommt hier nur mit seinem "Traumkörper" her.
DV: Das verstehe ich nicht.
DB: Er folgt dem Weg seiner Exkursionsseele.   
DV: Äh, was? Das klingt arg nach Aristoteles, wenn ich mich recht entsinne.
DB: De Anima, ja. Oder nach einem ägyptischen Mythos: Ba. Wie du es auch immer auffassen willst.
DV: Ist er Ägypter?
DB: Nein.  
DV: Grieche?    
DB: Nein.
(DV dreht sich auf ein Neues um ihre Achse, und setzt den Weg zum Teich fort.)  
DB: Jetzt bin ich die, die mal nicht nachfragt.
DV: Ich will es nicht wissen. Wenn ich ihn nicht treffe, so soll es mich nicht kümmern. 
DB: Schade. Es wäre auch für dich interessant.
DV: Der Typ bestimmt nicht. Du weißt, ich stehe nicht auf Männer.
DB: Ich sprach von der Sache an sich. Was er kann, kann im Prinzip jeder.  
DV: Quatsch nicht, dann müssten hier extrem viele Menschen sein. Oder deren "Traumkörper".
DB: Verzeihung, ich meinte das rein theoretisch, und ohne konkreten Bezug darauf. Es ist so: Die Einzelseelenanteile sind hier in der Tat existent, allerdings nur dann, wenn die Körper bestimmter Ereignishorizontler schlafen. Und das auch nicht immer, weil...   
(DV bleibt auf der Stelle stehen.)
DV: Moment! Wenn ich dich jetzt richtig verstanden habe, dann müssten ja wohl um uns ganz viele "Einzelseelen" herumschweben - oder wie man das bei denen bezeichnen will. 
DB: Es sind nicht gar so viele. Es sind nur diejenigen, die es können oder vielmehr wünschen, und auch lediglich diese, die dem gleichen Paradiesgarten entstammen oder einen direkten Bezug darauf haben oder hatten. 
DV: Was?
DB: Meine Liebe, lauf einfach zum Teich, ich erkläre es dir derweil.
DV: Niemals! Was sollen die von mir - von dir, ja, von uns - nur halten? Schau uns doch mal an! Wir laufen herum, als ob Fasching wäre oder noch schlimmer: wie Table-Tänzerinnen aus einer Nacktbar. 
DB: Unsere Outfits sind oscarreif. Aber Spaß beiseite: Wie wollen sie uns denn sehen ohne Augen?
DV: Die können hier her, die können alles. 
DB: Nur eben keine Erfahrungen sammeln ohne die entsprechenden Sinnesorgane und ohne einen materiellen Leib. Was denkst du, was sie hier machen? Geheimsitzungen abhalten? Über das Schicksal vom Universum Entscheidungen treffen? Nein, mein Liebe, das tun sie natürlich nicht. Man könnte sagen: sie entspannen sich. Diese Blase ist wie ein Dampfbad für sie, oder eine Sauna. Sie verharren nicht stundenlang hier, sie ziehen nach kurzer Rast weiter in die Außenbereiche.   
DV: Ah, verstehe. Und da leiten sie dann die Geschicke des Kosmos oder diskutieren über Zukünftiges.
DB: Auch dass wage ich zu bezweifeln, obgleich ich in der Sauna nur für den Aufguss zuständig bin, um es mal bildlich zu umschreiben. 
DV: Aha! Du weißt es also nicht.
DB: In gewisser Weise interessiert es mich nicht, drücken wir es mal so aus. Außerdem will ich dich nicht noch mehr verwirren.
DV: Zu spät, und jetzt laufen wir wieder zurück. Ich gehe nämlich stark davon aus, dass sie uns auf der Terrasse nicht sehen können - oder was auch immer -, und zwar wegen deinem "Schutzschild". Das macht jetzt alles langsam aber sicher Sinn. Ich hätte niemals unhinterfragt in deinen Garten gehen sollen.
(DB springt unvermittelt von DV ab und entfernt sich ein paar Meter von ihr. Mit den Rücken zu DV hebt sie ihre Arme und streckt sie von sich, die Hände auf Kopfhöhe, deren Innenseiten nach außen. Seitlich läuft sie daraufhin einen kleinen Kreis um DV ab und senkt ihre Hände wieder. Erschöpft dreht sie sich zu DV um und fällt auf ihre Knie.)   
DV: Was ist mit dir, was hast du!?
DB: Ich muss mich kurz ausruhen. Lass uns eine Pause machen.  
DV: In Ordnung, aber verrate mir, was hatte das gerade auf sich? Was hast du getan? Was war es, das dich so abrupt schwächte? 
DB: Ich habe für uns eine Art faradayschen Käfig errichtet. Du solltest ihn keinesfalls alleine verlassen.
DV: Warte mal. Erst bin ich quasi eine Gefangene in deinem Raum, dann auf dem "Freisitz" und jetzt hier - mitten im Nirgendwo deines Gartens. 
DB: Du bist nicht gefangen.
DV: Aber wenn ich raus gehe, sterbe ich, oder was? 
DB: Hier ist noch niemand gestorben. 
DV: Moment! Gleiches erwähntest du schon mal. Und zwar als ich das grüne "Zaubertrankgesöff" von Milutin kostete. Was hat es damit auf sich? Warum stirbt hier niemand?
DB: Meine Liebe, ich muss mich dringend erholen. Glaube mir. Es ist wichtig.
(DV geht auf DB zu, setzt sich direkt vor ihr ins Gras. grätscht ihre Beine gestreckt so aus, dass sie damit DB nach vorne in einem offenen Winkel umschließt.)
DV: Das regt die Durchblutung des Unterleibes an. Es nennt sich Upavistha Konasana. 
DB: Das ist Sanskrit.  
DV: Nein, Yoga. Meine Präventions-Trainerin hatte einen Yoga-Hintergrund. Du weißt schon, die mit den durchsichtigen Nylon-Leggings und den enganliegenden Tangas darunter, die, von der ich dir erzählt hatte.
DB: Ich erinnere mich. Das ist trotzdem Sanskrit.
DV: Jedenfalls hatte ich bei ihr ein paar Privatstunden, und jene Übung fiel mir besonders leicht. Ich kann so bestimmt stundenlang sitzen. Sie meinte, es liegt wohl an meinen schmeichelhaften Proportionen.
DB: Schon klar, dein Bauch verhindert das Abkippen nach hinten.
DV: Hey du, werd nicht frech! Und jetzt komm schon her. Du willst ausruhen? Dann lege dich zwischen meine Beine. Oder wie formulierte es Bertolt Brecht mal so trefflich: "Der Schoß ist fruchtbar noch..."
DB: ... und ich krieche zu ihm. Wie verfehlt, und doch richtig, denn: Wer die imminente Gefahr der Gegenwart nicht erkennt, dem ist die Zukunft einerlei. 
DV: Rede nicht und krieche schon, zwänge dich zwischen meine Schenkel.
DB: Sehr gern, meine Liebe. Sehr gern.


Epilog
Ist es eine Handlung, ist es eine Tat, ist es ein Ritual? Ist es Karma? Was ist, wenn man aus Versehen statt "Karma" "Kama" [Sanskrit: काम] schreibt? Was ist es dann? Ein Wunsch, Liebe oder Zuneigung, gar gepaart mit Gier und Verlangen? Ist es sinnlich oder nur sexuell? Ist es ein Vergnügen oder ein Genießen? Und überhaupt: Beantwortete dieser Epilog irgendwelche Fragen oder stellte er lediglich absurde Dinge in den Raum?


- (Teil-)Ende der fiktionalen Szene -


___
[Z1] Kubicki, Wolfgang (Autor). Der erste Schritt zur Rettung des Klimas? Das Bevölkerungswachstum drosseln! Ein Kommentar auf welt.de vom 13.05.2019 - URL https://www.welt.de/debatte/kommentare/article193441283/Wolfgang-Kubicki-Bevoelkerungswachstum-drosseln-um-das-Klima-zu-retten.html [23.12.19].
[Z2] Prof. Dr. Hoimar Gerhard Friedrich Ernst von Ditfurth. Querschnitt: Der Ast auf dem wir sitzen - 2. Teil: Kippt das Klima-Gleichgewicht? YouTube. 31' 51" -  URL https://youtu.be/TETCYuxRNC4?t=1948 [20.12.19].
[Z3]  Prof. Dr. Hoimar Gerhard Friedrich Ernst von Ditfurth. Querschnitt: Der Ast auf dem wir sitzen - 2. Teil: Kippt das Klima-Gleichgewicht? YouTube. 32' 28" - URL https://youtu.be/TETCYuxRNC4?t=2007 [20.12.2019]
[Q1] Prof. Dr. Hoimar Gerhard Friedrich Ernst von Ditfurth. Im Anfang war der Wasserstoff. Dritter Teil: Von der ersten Zelle bis zur Eroberung des Festlands, Kapitel 15 - Verstand ohne Gehirn, Seite 242f.  Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg, ISBN 3-455-09279-2.


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