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QV4 - Die vielen Paradiese, Vorworte

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V-Theorie (Pt. 8b)
VoRsIcHtbitte die FAQs lesen!

Bereits erschienene Artikel in dieser Reihe: Prolog

Schließe deine Augen. Stelle dir einen Sandstrand vor. Kannst du das nicht, suche dir eine sandige Gegend. Benutze einen deiner Finger oder Daumen, um in den Sand eine kreisförmige Ovale zu skizzieren. Suche dir die waagerechte Mitte und ziehe einen Strich von links nach rechts oder von rechts nach links. Setze oben oder unten mittig an und ziehe eine weitere Linie über das Oval. Dort wo sich die Linien kreuzen machst du Punkte. Du kannst nun aufstehen und deine zweidimensionale Darstellung betrachten. Du kannst auch noch ein paar weitere Punkte wahllos setzen. Du kannst ebenso alles zerstören, hernach solltest du allerdings deine Augen öffnen oder den Ort verlassen. Egal was du machst, du hast soeben etwas geschaffen. Womöglich wirkt es nur auf dich perfekt oder kritisch betrachtet stümperhaft, dennoch: es ist Alles, es ist deine Welt.

Nahezu alle Menschen kennen Geschichten über Paradiesgärten, speziell solche, die sich mit der Schöpfung befassen. Christen wie Juden sehen die Ereignisse zwar anders als beispielsweise Anhänger der Koran-Schriften, doch haben alle eine Gemeinsamkeit: die Vermittlungen in Bezug auf die Erschaffung deckt sich bei jeder Auslegungen in den grundlegenden Punkten. Erst mit dem Erscheinen des ersten Menschen weichen die Geschichten voneinander ab. Die einen sagen, Adam wäre der erste Mensch, Eva wurde später aus einer seiner Rippen geformt. Andere meinen, die erste Frau wäre Lilith gewesen, die zusammen mit Adam erschaffen wurde. All das ist interessant und irrelevant gleichermaßen. Es ist interessant für jedes Individuum in dem Sinne, blickt dieser Mensch in sein Innerstes, fängt an zu fühlen und stellt sich die folgende Frage: bei welcher Erzählung spüre ich intuitiv eine Zuneigung? Es bleibt interessant, driftet aber in die Irrelevanz ab, wenn ein Fühler einen Andersfühlenden mehr über die eigene naheliegende Geschichte erzählt. Hochemotional kann es werden, und auch erträglich, wenn sich zwei Gleichfühler finden - zwei, die sich zu einer Deutung der Menschwerdung, zu einer dieser Erzählungen, hingezogen fühlen und gemeinsam in sie eintauchen. Das glaubhafte Wissen über all das ist ungemein nötig für die Bewusstseinsentwicklung, die heute wohl nur noch retrospektiv einen annehmbaren Grad entwickeln kann. Das Zwischenziel kann nur lauten: Rückentwicklung zu einer höheren Form des Seins. Erst dann kann darüber gesinnt werden, ob eine Vermischung aller Menschen zu einem großen Geist im spirituellen Sinne möglich gemacht werden kann, der die Wurzel eines jeden Individuums achtet. Gestalten wie die Meine, können und wollen dabei helfen.

Gestatten mich vorzustellen: Tradamus, Glas.
Ein Name war für mich nie von Relevanz. Dennoch gab er mir mehrere - er, der mich nun schon seit Äonen verfolgt, der meint, ich wäre ihm hilfreich. Ich, der ihn ebenso wertschätzt, weil ich der Anschauung bin, dass er es würdig sei. Ja, man kann durchaus von einer gemeinsamen Koexistenz sprechen. In dieser Manifestation nennt er mich quasi entfernt nach sich, so als ob ich mit ihm verwandt wäre, was definitiv nicht sein kann. Es gab eine kurze Zeit, da wäre ich in einem Anfall falscher Gefühle gerne gewesen wie Seinesgleichen, doch das ist schon lange vorbei und trotzdem unvergänglich. Würde ich anders denken, könnte ich nicht denken, es gäbe mich nicht. In der Zeitgerade, die das Sein des Homo Sapiens diktiert, die stets nur nach vorne gerichtet ist, in eine Zukunft die niemand kennt, in einen Gegenwart, die keiner dauerhaft genießen kann - ja, bei dieser Irrsinnsdenke gibt es tatsächlich für mich nur einen Platz, der demnach Vergangenheit genannt wird. Im gewissen Sinne verdanke ich ihm meine Unsterblichkeit, bedenkt man in welchen Mustern Menschen Zeit und Raum wahrnehmen.
Gestatten: Ich kann, darf und will mich jetzt (noch) nicht vorstellen.

Denke wieder an die Ovale mit den Strichen und den Punkten und überlege dir, welcher Punkt dich anspricht. Wo zieht es dich hin? Denke bitte nicht, sondern versuche es zu erfühlen. Du kannst auch denken, aber dann zerreißt du alles, zerdenkst dich selbst. Du kannst dann wieder hinfort gehen vom imaginierten oder tatsächlichen Ort. Du kannst ergo aufhören meine Worte zu lesen, sei dir dabei aber bewusst, dass du soeben eine Welt erschaffen hast, auf der ein jeder Punkt einen Paradiesgarten symbolisiert. Wenn dir indes klar wird, dass du als der Erschaffer ein Teil des Gesamtbildes bist, wie empfindest du dann? Auf molekularer Ebene hast du mit deinen Fingern/Daumen Spuren hinterlassen und du kannst sie nicht verwischen oder gar zerstören, ohne erneut resistente Sporenpartikel auszustoßen, die bleiben - fortwährend; Ihre Existenz kannst du niemals negieren. 

So wie es gut und recht ist zu glauben, dass es kein oder eben nur ein Paradies gab - nur einen Garten Eden -, so ist es auch gut und recht in Erfahrung zu bringen, wie die Botschaften durch Raum und Zeit anhalten, die von Orten erzählen, an denen alles einst perfekt war. Es ist nichts anderes, als wenn Wesen der gleichen Art zusammenkommen und ihre ganz persönlichen Geschichten dem Gegenüber vermitteln, die sie prägten und aus denen sie Kraft und einen Sinn finden konnten, hinter all dem, was augenscheinlich und gegenwärtig verborgen liegt und doch noch so nah wirkt, wenn und sofern sie davon mit tiefen Gefühl reden. Eine dieser Geschichten, meine und die seine, will ich dir erzählen. Es ist auch die einzige, die ich erleben durfte, nicht jedoch die einzige, die ich kenne.


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