UnNatur (Pt. 7a)
"Denn sie geizen allesamt, klein und groß; und beide, Propheten und Priester, gehen allesamt mit Lügen um und trösten mein Volk in seinem Unglück, daß sie es gering achten sollen, und sagen: ´Friede! Friede!´, und ist doch nicht Friede."
(AT, Jeremia, 6, 13-14)
Ein aufmerksamer AHB-Abonennt wird sich wohl fragen, was dieses Thema mit der Reihe Unnatur zu tun hat, in der es eher um die 5 offensichtlichen Sinnen des Menschen gehen sollte sowie auch weitere physiologisch betrachteten Sinne, wie den schon hier offtopic behandelte Temparatursinn. Wie auch immer, das Sehen, Hören, Riechen und in gewisserweise auch den Tastsinn habe ich schon behandelt (abgesehen von den gedachten 6ten Sinn/en).
An dieser Stelle sollte also eher der Geschmackssinn thematisiert werden. Im übertragenen Sinne spreche ich diesen jedoch (mit) an - denn "schmecken", ja das tut mir es nicht, um was es im Artikel hier gehen soll.
Vorweg möchte ich die Begrifflichkeit okkult an
sich einmal näher betrachten,
die oftmals Personen ohne "gängiger" Religionszugehörigkeit zugesprochen wird.
Bezeichnenderweise werden solche weiterhin gerne mit dem dem Wort
"Heiden" tituliert, was geschichtlich sich so mit der
Zwangsreligiösierung der Christenwelt quasi eingebürgert hat. Ich werde diese
Geschichten - nennen sie wir mal "unglücklich" - nicht im Detail aufrollen, ABER
erwähnt werden muss die Verfremdung des Wortes! Denn in meine Augen liegt die
etymologische Grundlage dort wo sie auch der deutsche Linguist Jost Trier sah - von der
Heide, also der Heimat. Sozusagen deckend mit den bekannten "Heidekräutern"
allen voran der Ericas (Ericaceae), was regionale Gewächse benennt, die eben in
"Heidelandschaften" vorzufinden sind. Solche waren wie Trier verdeutlichte in
der Gruppe der Allmende - also in einem gemeinschaftlich genutzen Raum, einen
"gemeinen Ort" - einzustufen.


